

© 2007 - 2013
Monika Schmitt
Veränderung ~ Trennung ~ Verlust ~ Abschied
„Wenn man alte unerledigte Trauer aus der Kindheit oder schlechte Erfahrungen mit ihr,
die aus dieser Zeit stammen, mit sich herumschleppt, kann der Verlust und die Trennung
von geliebten Menschen noch nachhaltiger und unbarmherziger schmerzen, als es dies ohnehin tut.“ (Jorgos Canacakis)
Veränderung, Trennung, Verlust und Abschied nehmen müssen, gehen meist Hand in Hand einher! Sie werden nicht nur durch den Tod ausgelöst. Die Fähigkeit der Trauer hilft uns dabei,
mit diesen schwierigen Situationen umgehen zu können.
Veränderung z. B.
Trennung
Die erste Trennung eines Menschen findet bei der Geburt statt. Das Kind verlässt den schützenden und nährenden Bauch der Mutter. Oft fließen dann auf beiden Seiten Tränen.
Bei der Mutter sind es meist Freudentränen (im Normalfall), beim Baby ist es eher lautstarker Protest gegen diese erste Trennung.
Im Laufe unseres Lebens finden viele weitere Trennungen statt, z. B. von der Partnerin, vom Partner, von Freunden, Scheidung, Trennung der Eltern (Scheidungskinder), uvam
Verluste von
Abschied nehmen
Von Freunden, von Wünschen und Träumen, von Idealen, von geliebten Menschen, ...
Trauer ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle
Um Trauer besser verstehen zu können und greifbarer zu machen, haben einige Trauerforscher “Trauer” in verschiedene Phasen eingeteilt.
Meist kann man die Trauer-Phasen jedoch nicht wirklich voneinander trennen. Sie gehen nahtlos
ineinander über oder vermischen sich miteinander. Jeder Mensch trauert ganz individuell !
Abschied nehmen braucht Zeit ! Es kann Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern.
Möglicher Ablauf: Beispiel Trennung von der Partnerin / dem Partner
Einteilung nach Verena Kast und Yorick Spiegel (siehe unten Trauerforscher)
Trauerphase 1
Nicht-wahrhaben-wollen | Schock
Das Gedanken-Karussell beginnt:
Gefühle:
Verhalten:
Körperliche Reaktionen:
Trauerphase 2
Aufbrechende Emotionen | Kontrollierte Phase
Gedanken:
Gefühle:
Verhalten:
Körperliche Reaktionen:
Trauerphase 3
Suchen, Finden, Sich trennen | Phase der Regression
Gedanken:
Gefühle:
Verhalten:
Körperliche Reaktionen:
Trauerphase 4
Neuer Selbstbezug | Phase der Anpassung
Gedanken:
Gefühle:
Verhalten:
Körperliche Reaktionen:
Einige der bekanntesten Trauerforscher
Elisabeth Kübler-Ross (Psychiaterin * 8. Juli 1926; † 24. August 2004). Sie befasste sich mit dem Tod, dem Umgang mit Sterbenden, mit Trauer und Trauerarbeit. Sie gilt als Begründerin der Sterbeforschung. 1969 beschrieb sie die fünf Phasen des Sterbens, welches als ihr Phasenmodell auch in der Trauerbegleitung verwendet wurde.
Verena Kast (Professorin für Psychologie) hat Trauer in vier Phasen eingeteilt. Angefangen über das „Nicht wahrhaben wollen“ über „Aufbrechende Emotionen“ und „Suchen, Finden, Sich trennen“ bis hin zum „Neuen Selbst- und Weltbezug“.
Yorick Spiegel (systematischer Theologe * 13. April 1935; † 23. September 2010) beschreibt ebenfalls vier Phasen der Trauer. Schockphase, kontrollierte Phase, Phase der Regression und die Phase der Anpassung
Jorgos Canacakis (Diplompsychologe und Psychotherapeut) hat ebenfalls Phasen gesucht, gefunden und daraus ein eigenständiges Modell entwickelt. In seinem Buch „Ich begleite dich
durch deine Trauer“ schreibt er „ Heute weiß ich, dass einzig wichtig ist, dass trauernde Menschen dringend nach Wegen suchen, ihre Trauerfähigkeit zu entwickeln. Auch wenn es trauernden Menschen nicht bewusst ist, können sie kreative Formen finden, wenn man ihnen den Raum und den Rahmen bietet und ihnen Material zur Verfügung stellt.“
Meine persönlichen Buchempfehlungen
Durch meine eigene Trauer begleitet haben mich die folgenden Bücher
Ich begleite Dich durch deine Trauer
Jorgos Canacakis
Auf der Suche nach den Regenbogentränen
Jorgos Canacakis, Annette Bassfeld-Schepers
Über den Tod und das Leben danach
Elisabeth Kübler-Ross
Der Dougy-Brief ... Worte an ein sterbendes Kind
Elisabeth Kübler-Ross
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